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Seit April 2008 werden alle Feuerwehren Tirols zentral von der Leitstelle Tirol alarmiert und nicht mehr wie bisher über die Bezirkszentralen der Polizei.
Die Leitstelle alarmiert somit :
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341 Freiwillige Feuerwehren
21 Betriebsfeuerwehren
1 Berufsfeuerwehr
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Die Leitstelle Tirol befindet sich in Innsbruck in der Hunoldstrasse 17a direkt vor dem Gebäude der Berufsfeuerwehr.
Sie alarmiert und koordiniert neben den Feuerwehren auch sämtliche Notarzthubschrauber, Berg- und Wasserrettungen Tirols sowie den Rettungsdienst in den Bezirken Innsbruck Stadt, Innsbruck Land und Kufstein.
Der Leitraum:
Dispatch Center der Leitstelle Tirol.
Im Leitraum versehen pro Schicht bis zu 15 Disponenten und Calltaker Dienst. Jeder Feuerwehrdisponent ist auch ausgebildeter Feuerwehrmann bzw. verfügt über eine vergleichbare Ausbildung. Unterstützt wird der Disponent von hochmoderner Technik welche mehrfach redundant ist, dem Karten und Datenmaterial des Landes Tirol (TIRIS) sowie einer vielzahl feuerwehrspezifischer Unterlagen in digitaler Form welche sofort von jedem Arbeitsplatz aus abgerufen werden können.
Der Notruf:
Der Notruf wird primär vom Callcenter der Leitstelle Tirol entgegen genommen. Derzeit werden die Notrufe 140, 122 tirolweit und 144 (in den betreuten Bezirken) bedient.
Der Calltaker führt ein standardisierte Notrufabfrage durch. Anhand dieser Abfrage wird der Notfall kategorisiert und es resultiert der sog. Einsatzcode welcher als Grundlage für die Alarmierung dient.
AMPDS Fire und EMD Protokoll
Diese Abfrage beinhaltet alle sicherheits- und einsatzrelevanten Fragen zum Notfallort, Einsatzart und besonderen Gefahren gleichzeitg beinhaltet das Protokoll erste wichtige Hinweise für den Anrufer um sich und andere Personen nicht in Gefahr zu bringen.
All diese Informationen werden zeitgleich in das sog. ELS, das Einsatzleitsystem eingegeben damit hat der Disponent in Echtzeit alle relevanten Informationen zum Einsatz sofort am Bildschirm.
Die Alarmierung erfolgt parallel !
Es geht durch die Fragen des Calltakers keine Zeit verloren, der Disponent alarmiert parallel die Einsatzkräfte, der Anrufer wird dadurch in Notfallsituationen nicht alleine gelassen und erhält Information wie er sich weiter verhalten soll und welche Maßnahmen zu ergreifen sind.
An den Einsatzcode ist die Ausrückorder gekoppelt:
Jede Feuerwehr hat in Absprache mir dem Landesfeuerwehrverband für jeden möglichen Einsatzcode (über 100 Codes) eine bestimmte Alarmierungs- und Ausrückordnung festgelegt.
Diese sog. Alarmierungsmatrix bestimmt zum Beispiel ob die Sirenen heulen oder nur eine stille Alarmierung erfolgt, ob nur die Ortsfeuerwehr oder gleich mehrere Einheiten alarmiert werden, ob die Drehleiter sofort oder optional (auf Anforderung des EL) alarmiert wird.
Entgegen der landläufigen Meinung, dass der Disponent nach seiner persönlichen Einschätzung die Ausrückordnung festlegt bzw. diese von der Leitstelle Tirol vorgegeben wird sei an dieser Stelle festgehalten, dass bei jeder Alarmierung grundsätzlich die von der Feuerwehr definierte Ausrückorder eingehalten wird! Nur in begründeten Fällen kann die vom Einsatzleitsystem vorgeschlagene Ausrückorder den besonderen Erfordernissen angepasst werden.
Leitstelle ohne Funkgeräte ?
Die Funkanbindung and das TETRA Funknetz in der Leitstelle Tirol ist voll in das Einsatzleitsystem integriert. Das heisst es gibt keine Funkgeräte im herkömlichen Erscheinungsbild in der Leitstelle wie wir sie aus den Fahrzeugen und Florianstationen gewohnt sind, die Bedienung erfolgt mittels Maus und Tastatur. Gerade desshalb ist die Verwendung des digitalen Statussystems unerlässlich. Es ist für den Disponenten unmöglich eine derart große Anzahl von Funkgruppen ständig zu monitorisieren. (über 1000) Die Zeiten des "Drücken und Sprechen" gehören mittlerweile der Vergangenheit an, Funksprüche ohne vorherigen "Staus 5 - Sprechwunsch" gehen meist ins Leere.
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